Techs Nuklear-Wette: Warum Microsoft, Google und Amazon Reaktorverträge unterzeichnen

Im September 2023 unterzeichnete Microsoft einen Vertrag mit Constellation Energy, um Block 1 in Three Mile Island — den Reaktor, der 1979 teilweise schmolz — neu zu starten, um Microsofts Rechenzentren ab 2028 mit kohlenstofffreiem Strom zu versorgen. Das Training und der Betrieb großer KI-Modelle erfordert enormen, kontinuierlichen Stromverbrauch.
Das Intermittenzproblem
Erneuerbare Energien haben eine grundlegende Eigenschaft, die für Rechenzentren Probleme schafft: Intermittenz. Kernenergie löst dies direkt: Ein Kernkraftwerk arbeitet mit einem Kapazitätsfaktor von 90-92% — im Wesentlichen kontinuierlicher, kohlenstofffreier Strom auf Abruf.
Die abgeschlossenen Deals
Google unterzeichnete 2023 einen PPA mit Kairos Power für den Kauf von Strom aus mehreren kleinen modularen Reaktoren ab Anfang der 2030er Jahre — der erste Corporate PPA für SMR-Strom in der Geschichte. Amazon hat Vereinbarungen mit Energy Northwest für SMR-Strom unterzeichnet.
Kleine modulare Reaktoren: Versprechen und Zeitplan
Bis Mitte 2026 wurde kein SMR kommerziell in der westlichen Welt eingesetzt. Die ersten westlichen SMR-Einsätze sind realistischerweise für den Anfang bis Mitte der 2030er Jahre geplant.
Die Wiederbelebung bestehender Anlagen
Das Kernkraftwerk Palisades in Michigan, das 2022 geschlossen wurde, erhielt 1,5 Milliarden Dollar an Bundesdarlehen für einen Neustart.
Die Zahlen hinter dem Bedarf
Die IEA prognostiziert, dass der weltweite Stromverbrauch von Rechenzentren bis 2026 1.000 Terawattstunden jährlich erreichen könnte — ungefähr so viel wie Japans gesamter Stromverbrauch heute.