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Alphabet sammelt 80 Milliarden Dollar ein – Berkshire Hathaway setzt 10 Milliarden auf Googles KI-Zukunft

Alphabet Inc.
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Alphabet sammelt 80 Milliarden Dollar ein – Berkshire Hathaway setzt 10 Milliarden auf Googles KI-Zukunft

Die Google-Mutter Alphabet gab am 1. Juni eine Kapitalerhöhung um 80 Milliarden Dollar bekannt – die größte Einzelfinanzierung in der Unternehmensgeschichte –, an der sich Berkshire Hathaway mit 10 Milliarden Dollar in einer direkten Privatplatzierung beteiligte. Die Kapitalerhöhung signalisiert, dass das Wettrüsten um KI-Infrastruktur selbst die traditionell konservativsten institutionellen Anleger anzieht.

Alphabet setzte seine Investitionsrichtlinie für das Gesamtjahr 2026 auf 180 bis 190 Milliarden Dollar fest – eine Zahl, die das Unternehmen zu einem der größten Infrastrukturinvestoren der Welt machen würde. Das Unternehmen erklärte, die Nachfrage nach KI-Lösungen übersteige derzeit das verfügbare Angebot, was eine schnelle Ausweitung der Produktion eigener TPU-Chips und der globalen Rechenzentrumsinfrastruktur erforderlich mache.

Wie die 80 Milliarden strukturiert sind

Die Kapitalerhöhung gliedert sich in drei Komponenten. Berkshire Hathaway tätigt eine Privatplatzierung über 10 Milliarden Dollar – davon 5 Milliarden in Class A-Stammaktien zu 351,81 Dollar pro Aktie und 5 Milliarden in Class C-Kapitalaktien zu 348,20 Dollar pro Aktie. Weitere 40 Milliarden Dollar werden im dritten Quartal 2026 über ein at-the-market-Angebot aufgenommen. Die restlichen 30 Milliarden Dollar stammen aus einer Kombination von Wandelvorzugsaktien und Stammaktien.

Berkshire hatte bereits im dritten Quartal 2025 begonnen, leise ein Alphabet-Paket aufzubauen, wie aus der Ankündigung hervorgeht. Die Investition von 10 Milliarden Dollar stellt selbst nach Berkshires Maßstäben eine bedeutende Allokation dar, und CEO Greg Abel war laut Angaben in die Überwachung der Transaktion eingebunden.

Das Berkshire-Signal

Warren Buffetts Firma hat sich historisch kapitalintensiven Technologiegeschäften ferngehalten und bevorzugte asset-light Modelle mit vorhersehbaren Cashflows. Ihr Einstieg bei Alphabet in dieser Größenordnung – explizit verknüpft mit dem KI-Infrastrukturausbau – deutet auf die Einschätzung hin, dass die Compute-Ebene der KI-Branche die Beständigkeit und Preissetzungsmacht traditioneller Infrastrukturanlagen wie Eisenbahnen oder Versorgungsunternehmen besitzt.

Die Kapitalerhöhung bringt Alphabet auf eine Stufe mit Microsoft und Amazon, die beide Investitionsprogramme von über 150 Milliarden Dollar jährlich für KI-Infrastruktur offengelegt haben. Allein zwischen diesen drei Unternehmen fließen nun jährlich mehr als 500 Milliarden Dollar an Capex in KI-Rechenzentren, Kühlsysteme, Strominfrastruktur und kundenspezifische Siliziumchips.

Auswirkungen auf den KI-Markt

Das Investitionsvolumen macht es für kleinere Akteure zunehmend schwieriger, auf der Infrastrukturebene zu konkurrieren. Für Unternehmenskunden signalisiert es einen kontinuierlichen Kapazitätsausbau, der letztlich die Inferenzkosten senken und die Modellverfügbarkeit verbessern sollte. Für Regulierungsbehörden wirft es Fragen zur Konzentration auf: Drei Unternehmen, die das physische Substrat der globalen KI kontrollieren – das ist eine Dynamik, die Kartellbeamte sowohl in den USA als auch in der EU genau beobachten.

Der Capex von Alphabet für 2027 werde voraussichtlich weiter steigen, so das Unternehmen, ohne einen konkreten Wert zu nennen. Die Kombination aus Kapitalerhöhung in großem Stil und steigenden Investitionsrichtlinien deutet darauf hin, dass Alphabet strukturell darauf setzt, dass die Ökonomie der KI-Infrastruktur mindestens ein Jahrzehnt lang günstig bleibt.

Originally reported by Alphabet Inc.. Read the original article for additional details.

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