IRCNF

Blue Origin: New Glenn explodiert und zerstört sich selbst sowie die Startrampe in Cape Canaveral

Ars Technica
Teilen:
Blue Origin: New Glenn explodiert und zerstört sich selbst sowie die Startrampe in Cape Canaveral

Die New-Glenn-Rakete von Blue Origin wurde am Abend des 28. Mai 2026 bei einem Static-Fire-Test auf der Cape Canaveral Space Force Station in einer gewaltigen Explosion zerstoert. Die Detonation schleuderte einen turmhohen Feuerball in den Himmel Floridas, der meilenweit sichtbar war.

Was geschah

Ingenieure fuehrten einen Static-Fire-Test durch, um New Glenn fuer den geplanten vierten Flug vorzubereiten: eine Mission zum Aussetzen von 48 Amazon-Leo-Internet-Satelliten. Als die Triebwerke zu zuenden begannen, ging etwas an der Basis des 98 Meter hohen Vehikels schief. Die erste Stufe fing Feuer, die Oberstufe kippte und explodierte Sekunden spaeter. Blue Origin bestaetigt, dass alle Mitarbeiter wohlauf sind. Jeff Bezos erklaerte auf X, es war ein harter Tag, aber sie werden wieder fliegen.

Schwere Schaeden an der Infrastruktur

Videoaufnahmen zeigten umfangreiche Schaeden am Launch Complex 36A, der einzigen Startrampe fuer New Glenn. Mindestens einer der Blitzableiturtuerme ist moeglicherweise nicht mehr zu retten. Eine Rueckkehr zum Flug vor Ende 2026 gilt als aeusserst unwahrscheinlich.

Die Auswirkungen auf NASA und Amazon

New Glenn stand im Mittelpunkt kritischer Programme: Blue Moon Mark 1, der VIPER-Rover der NASA in 2027 und zwei Mondrover fuer Artemis IV. Da auch SpaceX Starship von der FAA stillgelegt wurde, steht NASAs Mondprogramm unter neuem Druck. Amazons Project Kuiper sieht sich mit unbestimmten Verzoegerungen konfrontiert.

Kontext: die schlimmste US-Rampenexplosion seit einem Jahrzehnt

Die letzte vergleichbare Katastrophe war die SpaceX-Falcon-9-Explosion am 1. September 2016, die die Rampe fuer ueber ein Jahr ausser Betrieb setzte. New Glenn war erst dreimal geflogen. Wie Ars Technica berichtet, wird sie 2026 mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr fliegen.

Originally reported by Ars Technica. Read the original article for additional details.

View original source
Teilen: