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SoftBank investiert 75 Milliarden Euro: Europas größte KI-Rechenzentren entstehen in Frankreich

SoftBank Group
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SoftBank investiert 75 Milliarden Euro: Europas größte KI-Rechenzentren entstehen in Frankreich

Die SoftBank Group hat auf dem Choose-France-Gipfel 2026 eine Investitionszusage von bis zu 75 Milliarden Euro für KI-Rechenzentrumskapazitäten in Frankreich bekannt gegeben – die größte einzelne KI-Infrastrukturinvestition in der europäischen Geschichte. Die Ankündigung, die vor dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron erfolgte, kommt zu einem Zeitpunkt, da europäische Regierungen intensiv um die gewaltigen Kapitalströme konkurrieren, die mit dem Ausbau der KI-Infrastruktur verbunden sind.

Die Struktur der Investitionszusage

Die 75 Milliarden Euro teilen sich in zwei separate Tranchen auf. Die feste Zusage beträgt 45 Milliarden Euro, die für die Entwicklung von 3,1 Gigawatt KI-Rechenzentrumskapazität an drei Standorten in der Region Hauts-de-France vorgesehen sind: Dünkirchen (Loon-Plage), Bosquel und Bouchain. Diese Phase soll bis 2031 abgeschlossen sein. Die verbleibenden 30 Milliarden Euro sind bedingt und betreffen Pläne für weitere 1,9 Gigawatt Kapazität an anderen französischen Standorten – abhängig von behördlichen Genehmigungen, Netzzugangsvereinbarungen und Marktbedingungen.

Insgesamt würde die Investition 5 Gigawatt KI-Rechenkapazität in Frankreich schaffen. Zum Vergleich: Die derzeit installierte Rechenzentrumskapazität in Frankreich wird auf rund 1,5 bis 2 Gigawatt geschätzt. Diese einzelne Zusage würde sie mehr als verdreifachen.

Warum Frankreich

Die Wahl Frankreichs gegenüber anderen europäischen Standorten ist kein Zufall. SoftBank und ihre Partner nannten ausdrücklich das kohlenstoffarme Stromnetz Frankreichs, das überwiegend auf Kernkraft basiert, als entscheidenden Faktor. KI-Rechenzentren sind extrem stromintensiv – ein dichtes KI-Trainingscluster kann 100 Kilowatt oder mehr pro Rack verbrauchen, und im Gigawatt-Maßstab wird die Quelle und Stabilität der Stromversorgung zu einer strategischen Überlegung. Frankreichs Kernkraftwerke bieten sowohl kohlenstoffarme Stromerzeugung als auch zuverlässige Grundlastkapazität, die mit rein erneuerbaren Netzen in anderen europäischen Ländern schwer zu erreichen ist.

Die Region Hauts-de-France bietet zudem industrielle Infrastruktur, Hafenzugang in Dünkirchen und Nähe zu Unterseekabel-Landepunkten, die Verbindungen nach Großbritannien und darüber hinaus ermöglichen. Die qualifizierten Arbeitskräfte in der Region, die traditionell mit industrieller Fertigung und Ingenieurwesen verbunden sind, werden als weiterer Vorteil genannt.

Wichtige Partner und ihre Aufgaben

Drei große Partner sind in das Projekt eingebunden. SB Energy, SoftBanks Energie-Tochter, kümmert sich um die Stromversorgung und Energieinfrastruktur. EDF, der französische Staatsversorger, ist an den Stromlieferverträgen beteiligt – eine Regelung, die die französische Regierung faktisch zu einem strukturellen Stakeholder am Erfolg des Projekts macht. Schneider Electric, der französische Konzern, der elektrische Verteilungs- und Industrieautomatisierungsgeräte herstellt, entwickelt gemeinsam einen robotisierten Fertigungscluster im Hafen von Dünkirchen. Dieser Cluster wird Rechenzentrumskomponenten und Strommodule produzieren und so eine lokale Lieferkette für die europäische KI-Infrastruktur schaffen, wie SoftBank es beschreibt.

Der Beitrag von Schneider Electric geht über die Rechenzentren selbst hinaus. Er stellt den Versuch dar, europäische Fertigungskapazitäten für die physischen Komponenten der KI-Infrastruktur aufzubauen – anstatt sich auf Lieferketten zu verlassen, die derzeit hauptsächlich durch Asien verlaufen. Dies deckt sich mit den breiteren europäischen industripolitischen Zielen in Bezug auf Technologiesouveränität.

Arbeitsplätze und wirtschaftliche Auswirkungen

SoftBank prognostiziert, dass die Investition Tausende hochqualifizierte Arbeitsplätze in den Bereichen Rechenzentrumsbetrieb, Ingenieurwesen, Energiesysteme, Robotik und fortschrittliche Fertigung schaffen wird. Forschungs- und Entwicklungspartnerschaften mit lokalen Universitäten und Ingenieurschulen in der Region sind ebenfalls Teil der Zusage. Französische Beamte haben dies als bedeutenden wirtschaftlichen Entwicklungserfolg für eine Region dargestellt, die in den letzten Jahrzehnten einen Rückgang der traditionellen Industriebeschäftigung erlebt hat.

Das große Ganze: Europas Wettlauf um KI-Infrastruktur

Die SoftBank-Ankündigung ist Teil eines breiteren Trends großer KI-Infrastruktur-Investitionszusagen in Europa in den Jahren 2025 und 2026. Microsoft, Google, Meta und Amazon haben alle milliardenschwere europäische Rechenzentrumserweiterungen angekündigt. Der Choose-France-Gipfel hat sich zu einem wiederkehrenden Ort für diese Ankündigungen entwickelt – eine bewusste Politik der Macron-Regierung, Frankreich als bevorzugtes europäisches Ziel für KI-Kapital zu positionieren.

Die strategische Frage ist, ob sich Zusagen dieser Größenordnung innerhalb der angekündigten Zeitpläne in operative Kapazitäten umsetzen lassen. Der Bau von Rechenzentren im Gigawatt-Maßstab steht vor echten Herausforderungen: Die Vorlaufzeiten für Hochspannungstransformatoren werden derzeit in Jahren und nicht in Monaten gemessen; Planungs- und Genehmigungsverfahren in europäischen Ländern können langsam sein; und der Wettbewerb um dieselben Facharbeiter und Spezialausrüstungen bei mehreren gleichzeitigen Großprojekten erzeugt Druck auf die Lieferkette. SoftBanks Ziel, die erste Phase bis 2031 abzuschließen, ist ehrgeizig, aber nicht unrealistisch, wenn die Phase der festen Zusage ohne größere Verzögerungen verläuft.

Originally reported by SoftBank Group. Read the original article for additional details.

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